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Gutt.

Irgendwie finde ich es erschreckend, wie wenig Unrechtsbewußtsein unsere Politiker offenbar noch haben. Da schreibt der bundesverteidigungsminister seine Doktorarbeit ab und regt sich auf, dass es mit einer Entschuldigung nicht getan ist. Ich kann durchaus verstehen, dass die Geschichte mit seiner Arbeit als Minister nichts am Hut hat. Aber: sollte man sich in so einem Fall nicht die Frag stellen, ob ein Betrüger als Minister wirklich geeignet ist? Wo bleibt denn da der Unterschied zu den Afrikanischen Despoten, die von unseren Politikern gerne den Moralfinger gezwigt bekommen? Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich mir verarscht vorkomme, wenn er behauptet er hätte in den 7 Jahren die Übersicht über seine Quellen verloren.

 

Lieber Baron Gutti,

ich habe auch eine Dissertation geschrieben. Jeder Mensch der sich so etws antut, fügt seine Quellen immer direkt an der Stelle ein, an der er zitiert. Da kann man nicht den Überblick verlieren! Es sein denn man möchte ihn verlieren oder läßt seine Arbeit schreiben. Sorry, auch die Story, dass man dann plötzlich den verlorenen Überblick offenbar innerhalb eines Wochenendes wiederfindet, weil man man (endlich mal) seine Arbeit gelesen hat, ist alles andere als Glaubwürdig.

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