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Artikel Tagged ‘Märchen aus deutschen Landen’

Autobahnraststätte – oder ein Fremdkörper im Kondomautomat.

17. Januar 2010 biochomiker 3 Kommentare

Hört ihr Leute, so lasst euch sagen: die nachfolgende Geschichte hat sich genau so zu getragen.

So begab es sich aber am heutigen Tage, umd die dritte Stunde nach Mittag, dass ich mich dar aufmachte, die Hügel zu überqueren, um vom Rheinland ins meine geliebte Heimat zu rück zu kehren. Bei mir ein Packung F* Küsschen, sowie mein treuer vierrädriger Gefährte. Wir wahren froh der Dinge. Das Unwetter hatte sich verzogen, der Sonne sanftes Licht geleitete uns auf unserem Wege über die graue Asphaltschlange. Hin und wieder sahen wir andere Reisende, die wir freundlich grüßend (“Mach platz du Arsch!” “Hey Opa, wenn an sich nicht getraut schneller als 40 zu fahren, sollte man zu fuß gehen!”) passierten. Irgendwann auf halber Strecke regte sich dann ein natürliches Bedürfnis, so dass ich einen der am Wegesrand gelegenen Postkutschenstationen ansteuerte. Kaum war mein treues Transportvehikel angebunden, suchte ich auch gleich die kleine Holzhütte mit dem Herz in der Tür auf, um mich des überflüssigen Wassers zu entledigen (man beachte die professionelle Benutzung des Genitivs). Wie so oft an solch stillen Orten, fanden sich dort nicht nur alle notwendigen Vorrichtungen zur Verrichtung der eigentlichen Geschäfte, sondern auch noch Zubehör für solche unter uns, die noch anderen Rufen der Natur folgen wollen, ohne die natürlichen Folgen fürchten zu müssen (“Hilf uns zu Sündigen, ohne zu empfangen!”). Nun befand sich der Wasser-Auffangbehälter genau neben einem solchen Automaten. Als Naturwissenschaftler ist mir natürlich eine gewisse Neugier angeboren. Man kann schließlich nie wissen, wo Mutter Natur die nächsten Rätsel versteckt hält. So kam es dann auch, dass mein Blick beim begutachten und bestaunen des Automaten an einem Fach hängen blieb, dessen Inhalt sich mir nicht erschließen will. Dieses Fach, dass sich in der Holzhütte mit dem Herzen in der Tür für Männer befand, enthielt nämlich einen “Mini-Vibrator”. So frage ich mich seit dem: was soll ein Mann mit solch einem Utensil wohl anfangen?

Gewonnen!

18. Dezember 2009 biochomiker Keine Kommentare

Herr Bio hat im Lotto gewonnen! Okay es sind nur €10 bei der Glückspirale, aber besser als nichts ist es allemal.

Auch für Frauen.

8. Dezember 2009 biochomiker Keine Kommentare

Gestern hat es mich mal wieder zum alten Schweden verschlagen. Es gibt eindeutig Dinge, die schiebe ich als Mann so lange vor mir her, bis es nicht mehr anders geht. Bügeln z.B. ist so eine Sache, aber das hat nichts mit Schweden zu tun. Eigentlich geht es um Bettwäsche und einen Besuch auf der Toilette. Mit der Bettwäsche ist das nämlich auch so eine Sache. Schon vor einiger Zeit ist mir eine Garnitur kaputt gegangen. Macht nüscht, dachte ich mir so, hast ja noch zwei. Allerdings war mirzu diesem Zeitpunkt auch schon bewusst, dass auch die zweite Garnitur bereits aus allen Löchern pfiff. Durfte sie auch, sie stammte schließlich immer noch aus alten berliner Tagen. So kam es wie es kommen musste. Am Sonntag wolte ich das Bett neu beziehen und RATSCH! pfiff die Bettwäsche nicht mehr nur aus allen Löchern, sondern verabschiedete sich stilvoll ins Nirvana. Ich vermute mal sie hat auf der Treppe zu Petrus George Clooney und seine Kaffeemaschine getroffen, das Fernsehen zeigte jedenfalls gerade eine Live Übertragung vom Gipfeltreffen Petrus/Clooney. Das ganze führte natürlich dazu, dass die alte Bettwäsche noch mal drauf musste und ich außerdem gestern nach Büroschluss noch zum Schweden meines Vertrauens gefahren bin. Bettwäsche kaufen. Auf dem Weg in die entsprechende Abteilung, habe ich dabei kurz einen Abstecher zur Toilette gemacht, um Gefatter Kaffee in die Freiheit zu entlassen. Außer mir befand sich noch en Vater mit seinem kleinen Sohn auf dem stillen Örtchen. Dank des Jungen war es da alles andere als still. Interessant wurde es allerdings, als der Bub entdeckte, dass auf der anderen Seite, gegenüber den Urinalen, die Kabinen sind. O-Ton unbekanntes Kind: “Guck mal Papa, hier ist auch für Frauen!” Ich hatte wirklich Mühe mir das Grinsen zu verkneifen. :-)

Milch – das weiße Gold der Wiesen

Die Milchbauern streiken. Oder besser gesagt: sie boykottieren die Molkereien. Das ansich ist weder etwas Neues noch etwas sonderlich Interessantes.

Was allerdings, wenn die Molkereien keinen höheren Preis zahlen wollen? Ich stelle mir das Szenario folgendermaßen vor:

Es war einmal (Ja, Herr Cabman, ich habe ihren Beitrag zu diesem Thema gelesen und das ganze einmal aufgegriffen).

Also, es war einmal im Jahre 2008, da begab es sich, dass die Milchbauern in Deutschen Landen mit ihrem Los gar nicht mehr zufrieden waren. Des Übels Ursache war wie so oft der schnöde Mammon. “Gebt uns mehr Dukaten für unsere Milch!“, forderten die aufgebrachten Milchproduzenten und sogar die Kühe muhten diese Forderung beim täglichen Weiden. Doch die Molkereien dachten gar nicht daran den Preis für die Milch zu erhöhen. Da könnte ja schließlich jeder kommen! Außerdem ist ja allgemien bekannt, dass die Sympathie der Verbraucher so wechselhaft ist, wie das Wetter im April. Zunächst ist man natürlich auf der Seite der vermeintlich Schwachen. Sobald es allerdings zu ernsten Milchengpässen käme würde die Stimmung bestimmt schnell umschlagen. Denn, so die Kalkulation der Molkerei-Bosse: Millionen und Abermillionen von Kaffee und Teetrinkern werden schon rechtzeitig auf die Barrikaden gehen, wenn sie das weiße Gold nicht mehr in ihr Lieblingsgetränk kippen könnten. Die nachfolgende Welle der Empörung würde den Bauern sicher schnell den Gar ausmachen und man könnte, quasi ganz nebenbei, den Preis pro Liter villeicht auch noch um 5-10 ct senken. Natürlich nicht für den Verbraucher.

So kam es also zum unbefristeten Boykott der Molkerein durch die Milchbauern. Sogar die Bauern aus Nachbarländern schlossen sich aus Solidarität an. Doch erstens kommt es bekanntlichanders und zweitens als man denkt. Das ist im Märchen nicht anders als im Leben (sind doch Märchen eine Art Spiegel für das reale Leben). Es begab sich daher zu einer Zeit, in der die Milch fast nur noch ein Mythos in Deutschland war, die Koalition der Milchbosse ins Allgäu, um über die allgemeine Lage Rat zu halten. “Warum“, so fragte ein noch recht junger Molkerei Boß, der sich noch profilieren wollte, “warum, kaufen wir die Milch eigentlich bei den Bauern? Kühe gibt es doch wohl genug, warum also, nicht die Milch selber produzieren? Man könne dafür sicher, die eine oder ander Million von der EU als Subvention eintreiben und ganz nebenbei auch noch Steuern sparen. Schließlich wäre mandann ja ein Landwirtschaftlicher Betrieb“. Die alteingesesssen Molkerei-Bosse brachen natürlich zunächst in lautes, hämisches Gelächter aus. “Milch selber produzieren, ha! Wir sind Diplom-BWLer und keine Bauern!” So der allgemeine Tenor. Nach einer Weile allerdings, wurde das Lachen leiser, bis aucgh der letzt in nachdenkliches Grübeln verfallen war. “Ja, warum eigentlich nicht? Das würde die Kosten senken, den Gewinn maximieren und künslich knapp halten könnten wir die Milch auch. Das verteuert den Preis. Was mit Öl klappt müsste eigentlich auch mit Milch klappen“.

Gesagt, beschlossen, getan. Rund um die Molkereien wurde schleunigst safttige Wiesen angelegt hochmoderne,vollautomatische Edelstahl-Milchkuh-Abfertigungsanlagen (natürlich vollautomatisch, das spart Personal) gebaut und in Betrieb genommen. Mit Hilfe dieser Anlagen wurden die Kühe nicht nur gefütter und gemolken, nein sogar die Milchmenge die jede Kuh abgiebt konnte Computergesteuert durch die Futter zusammensetzung definiert werden. Schließlich wollte man den Markt ja nicht mit zuviel Milch überschwemmen.

Und die Milchbauern? Tja, die sind nach und nach in Vergessenheit geraten. Denn genau wie beim Benzin: letzendlich zahlte der Verbraucher den geforderten Preis.