Der Olle wird heute 80. In meinen Augen ist das Allerdings kein Grund zum Feiern. Schließlich hat er eingeführt, was heute immer noch alle Politiker machen: Probleme aussitzen.Allenfalls wird ja noch mit Pseudomaßnahmen reagiert. Trotzdem wird vermutlich die nächsten 24h nichts anderes in den Nachrichten auftauchen.
Da ich am Wahltag in den USA weile habe ich gerade eben brav meine Briefwahlunterlagen ausgefüllt. Ich bin jedes mal wieder erstaunt was es für Parteien gibt. Von den meisten hört man ja irgendwie nie etwas und dann plötzlich stehen sie auf dem Wahlzettel.
Die Violetten (“für Spirituelle Politik”) sind so ein Beispiel. Würde ja gerne mal wissen, wie ich mir das vor zu stellen habe.
(An dieser Stelle möge sich der geneigte Leser bitte ein verschwimmendes Wabbelbild vorstellen, wie es im Fernsehen immer kommt, wenn der Protagonist seine Phantasie einschaltet) Mehr…
Es scheint fast so, als wolle Irland einigen bekannten Islamistischen Staaten Konkurrenz machen. Gotteslästerung als Straftat hätte ich in einem Europäischen Land nicht erwartet. Ich vermute mal, dass nicht mal Vatinkanstaat ein solches Gesetzt hat. Natürlich mal abgesehen von der entsprechenden Bibelpassage. Die stellt einem aber meines wissens nicht explizit eine Geldstrafe in aussicht.
Äindschie war ja heute im Robert-Koch-Institut in Berlin. Wegen der Grippe. Und der Pandemie. Und überhaupt. Politiker haben ja immer das Problem, dass sie den Eindruck erwecken müsen, sie würden sich kümmern und hätten alles im Griff. Oder besser, in der Schublade. Da liegen ja auch Deutschlands Pandemie Pläne wie man immer so schön hört. Sorge mach mir in dem Zusammenhang ja, ob jemand weiß welche Schublade es ist und ob derjenige dann auch noch weiß wo der Schlüssel liegt. Man weiß ja nie…
Aber zurück zum Thema: während Aindschie also heute das RKI auf den Kopf stellt besucht, war ich ja bereit gestern dort. Eigentlich hätte sie also nicht mehr kommen brauchen. Ich habe ja alles geklärt. Kein Grund 24h später noch mal da auf zu laufen. Aber sie hat ja scheinbar kein Vertrauen in mich.
Mannheim ist – wie soll ich es ausdrücken – eine der größten Städte in Baden-Württemberg. Nun habe ich ja das eine oder andere Jahr in einer der größten Städte in der größten Stadt Deutschlands gelebt. Jawoll, icke war ein Berliner. Im Herzen und in meiner Seele bin ich das auch immer noch.
Nun kam es wie es kommen musste. Irgendwann ist bekanntlich für alles das erste mal, man kann sich ja nicht ewig drücken. Aus diesem Grund – tataaaaaa – darf ich zum ersten mal wählen in meiner neuen Wahlheimat. Neben der Europawahl steht auch irgend so eine lokale Monnemwahl vor der Tür, die Zeitgleich abläuft. Nun ist der deutsche Beamte bekanntlich stets bemüht, dem Volke auf den Geist zu gehen das Leben schwer zu machen das Leben für uns alle einfacher und erträglicher zu machen. Daher (und das ist neu für mich), habe ich bereits die Unterlagen für diese lokale Dingenswahl bekommen. Nein, nicht nur die Wahlbenachrichtigung, sondern auch ein ca. 300 Blätter starkes Heft mit allen zur Wahl stehen Kandidaten. Um das zu drucken, musste vermutlich im Rathaus das Klopapier rationalisiert werden. Aufgerollt ist der Packen nämlich ungefähr so dick wie eine Rolle Donnerbalken-Papier (einlagig, es ist ja ein Behörden-Donnerbalken). Sie enthält neben einer zwei seitigen Anleitung, jeweils einen Stimmzettel für jede Partei (oder jeden der sich dafür hält).
Das Lesen der Anleitung bereits gestaltet ich zu einer intelektuellen Herausforderung, bei der man abwechslend das Gefühl hat es würden Knoten im Gehirn entstehen & das innere nach außen gekehrt (also Alien-Mäßig mit Exo-Gehirn). Ein Schwindelgefühl wie bei einer Mexikanischer-Grippe in Kombination mit Montezumas-Rache muß überwunden werden, um sich durch den Text zu quälen.
48 Stimmen. So viele darf, soll, muß man abgeben. Möchte man nicht nur den Mitgliedern einer Partei eine Stimme geben, so kann man andere Kandidaten von einem anderen Stimmzettel auf die freien Felder unter dem ersten übertragen. Klingt kompliziert? Ist auch so. Ich kann mich nicht erinnern jemals bei einer Bezirkswahl in Berlin 48 Stimmen abgegeben zu haben.
Das ganze soll zu Hause ausgefüllt werden. Im Juni darf man das Blatt dann ins Wahlbüro bringen, dort in einen Umschlag legen (den man da erst bekommt) und anschließend noch das EU-Parlament wählen. Natürlich nur, wenn die Sehnenscheiden-Entzündung bis dahin wieder abgeklungen ist. Ungklärt bleibt die Frage, ob man die 10€ Praxisgebühr für die Behandlung der Sehnenscheiden-Entzündung als treuer Wähler von den Steuern absetzen kann.
Es regt sich also doch Widerstand gegen die Entscheidung des Paparatzi. Wenn auch zum Teil etwas Zeitverzögert, so beruhigt es mich doch, dass es auch innerhalb der katholischen Kirche Menschen mit gesundem Verstand gibt. Näheres kann man hier nachlesen. Auch unsere Bundeskanzlerin mischt sich ja mittlerweile ein, allerdings ohne Erfolg. Wer möchte findet dazu noch weit mehr bei Spiegel Online.